Bares Geld für Dein Elektro-Auto

Ab dem Jahr 2022 bekommst Du als Halter eines Elektro-Autos jedes Jahr eine Barprämie in Höhe von bis zu 275 Euro (je nach Anbieter). Hier erfährst Du die Hintergründe zur THG-Quote und welcher Anbieter der beste ist.

Was ist die THG-Quote?

Die Treibhausgasminderungsquote ist ein gesetzliches Instrument zur Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase im Verkehrssektor. Durch die THG-Quote werden insbesondere Unternehmen der Mineralölwirtschaft dazu gezwungen, einen bestimmten Anteil der in den Verkehr gebrachten Kraftstoffe aus erneuerbaren Energiequellen (z. B. Biokraftstoffe) zu erzeugen.

Die Höhe der THG-Quote ist gesetzlich geregelt und wird bis zum Jahr 2030 schrittweise erhöht.

Ausführliche Informationen findest Du auf der Detailseite zur THG-Quote.

Was ist Quotenhandel?

Quotenpflichtige Unternehmen, die die Quote selbst nicht erfüllen können, müssen entweder empfindliche Strafen zahlen oder die Erfüllung teilweise an Dritte übertragen.

Hierzu kann das Unternehmen einen Quotenübertragungsvertrag mit einem Dritten schließen, um sich dessen eingesparte CO₂-Menge anrechnen zu lassen. Als Dritte kamen bisher z. B. Anbieter von E-Auto-Ladestationen in Frage.

Ab 2022 kann aber auch jeder private Halter eines Elektro-Autos seine Quote an ein Unternehmen verkaufen.

Was ändert sich ab 2022?

Ab dem Jahr 2022 können nun auch private Halter reiner Elektro-Fahrzeugen ihre eingesparte CO₂-Menge an quotenpflichtige Unternehmen verkaufen. Dafür bekommt der Halter bis zu 275 Euro pro Jahr, wobei die Höhe voraussichtlich von Jahr zu Jahr steigen wird.

Da der direkte Handel auf Grund der Vielzahl der Personen praktisch nicht umsetzbar ist, gibt es Anbieter, die für viele private Halter gleichzeitig mit den Unternehmen verhandeln und einen Großteil des Erlöses an die Halter weitergeben.

Eine Übersicht der Anbieter findest Du hier.

Ist das nicht Ablasshandel / Greenwashing?

Einige argumentieren damit, dass die Mineralölwirtschaft durch den Quotenhandel in die Lage versetzt wird, selbst mehr klimaschädliche Kraftstoffe wie Benzin und Diesel zu verkaufen.

Aber: Wenn Du als E-Auto-Besitzer Deinen Anteil nicht selbst verkauft, wird das die Bundesrepublik für Dich tun. Und das Geld behalten.

Verkaufst Du Deinen Anteil hingegen über einen der Anbieter, kannst Du selbst entscheiden, ob Du das Geld anschließend an ein Umweltprojekt spenden möchtest oder z. B. in eine klimafreundliche Photovoltaik-Anlage investierst.

Was muss ich tun, um die Prämie zu bekommen?

Das ist einfach. Klicke einfach auf Sofort beantragen oder wähle einen der Anbieter aus dem Vergleich aus.

Auf der Webseite des Anbieters musst Du nur folgendes angeben:

  • E-Mail-Adresse
  • Name
  • Adresse
  • Foto des Fahrzeugscheins von beiden Seiten


Das Foto des Fahrzeugscheins wird vom Anbieter dazu verwendet, Deinen Anspruch gegenüber dem Umweltbundesamt nachzuweisen.

Anbieter-Vergleich

emobia.de

eQuota GmbH, Berlin

Prämie Fix: 283 € pro Jahr

(268 € regulär + 15 € mit Promo-Code "emes1512") 

oder
Präme flexibel: 370 € pro Jahr

(355 € regulär + 15 € mit Promo-Code "emes1512") 


Einfachheit: 👍👍
Support: 👍👍👍

emobia bietet einen Tarif mit einer fixen Prämie von 268 € sowie einen flexiblen Tarif, bei dem Du 80 % des beim Verkauf 2022 tatsächlich erzielten Preises erhältst. Mit Stand vom 27.11.2021 würde das sogar 355 € entsprechen. In jedem Fall erhältst Du mit dem Promo-Code "emes1512" einen Zusatz-Bonus in Höhe von 15 Euro, der in den oben angegebenen Prämien bereits eingerechnet ist.

fairnergy.org

GT Emission Solutions GmbH, Kleve

Prämie: 275 € pro Jahr

Einfachheit: 👍👍
Support: 👍👍👍

Bei Fairnergy kannst Du Dich statt einer Barauszahlung auch direkt für ein Umweltprojekt entscheiden, dem Du Deine Prämie zukommen lassen möchtest. Unabhängig davon werden 22 Euro für den Bau von Photovoltaikanlagen in Bangladesch verwendet. Falls der tatsächliche Erlös 2022 höher als erwartet liegt, wird die Prämie automatisch erhöht, beträgt aber niemals weniger als 275 € pro Jahr.

geld-fuer-eAuto.de

ZusammenStromen GmbH, Hamburg

Prämie: 250 € pro Jahr
Einfachheit: 👍👍👍
Support: 👍👍👍

Fahren Deine Freunde auch elektrisch?

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Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit meinem eingesparten CO₂, wenn ich die Prämie nicht beantrage?

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Es ist vorgesehen, dass die Bundesrepublik ungenutzte Anteile an quotenpflichtige Unternehmen verkauft. Die Prämie geht in diesem Fall an den Staat. Du kannst also nicht die Mineralölunternehmen "schädigen", indem Du die Prämie nicht beantragst. Stattdessen empfehlen wir Dir, das erhaltene Geld zu spenden. Deine Spende kannst Du anschließend bei Deiner Steuererklärung geltend machen.

Kann ich die Prämie auch für mein Hybrid-Fahrzeug bekommen?

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Leider nicht. Das Umweltbundesamt lässt ausschließlich rein batteriebetriebene Fahrzeuge zu.

Muss ich einen Ökostromtarif haben, um die Prämie zu bekommen?

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Nein. Es ist unerheblich, mit welcher Art von Strom das Fahrzeug geladen wird. Für jedes Elektro-Auto wird eine jährliche CO₂-Einsparung von ca. 2.000 kWh angenommen.

Wann bekomme ich die Prämie ausgezahlt?

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Die Anrechnung der CO₂-Einsparung für private Halter von Elektro-Autos beginnt erst zum 01.01.2022. Die meisten Anbieter geben an, die Prämie bereits im Januar 2022 auszahlen zu wollen.

Wie hoch ist die Prämie, wenn das Auto innerhalb eines Kalenderjahres zugelassen oder abgemeldet wird?

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Die Berechnung der Prämie erfolgt dann für den Halter anteilig nach der Anzahl der Kalendertage, an denen das Fahrzeug auf den Halter zugelassen war. Ein Beispiel: Person A ist vom 01.01.2022 bis zum 14.02.2022 als Halter eingetragen. Ab dem 14.02.2022 ist das Fahrzeug auf Person B zugelassen. Somit erhält Person A 44 der 365 Tage zugesprochen (ca. 12,05 %), während Person B die restlichen 321 Tage erhält (ca. 87,95 %).

Für welche Fahrzeuge ist die Prämie am höchsten?

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Die Marke oder das Modell des Fahrzeugs sind für die Berechnung der Prämie unerheblich. Für jedes Fahrzeug wird eine Einsparung von ca. 2.000 kWh  (umgerechnet in eine Menge an CO₂, das durchschnittlich bei der Stromerzeugung entsteht) angenommen.

Wer ist berechtigt, die THG-Quote zu verkaufen?

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Zu den teilnahmeberechtigten Personen zählen alle Privatpersonen und gesetzliche Fahrzeughalter, welche in der Lage sind, eine deutsche Zulassung für ein Elektrofahrzeug mit reinem Batteriebetrieb vorzulegen. Von hoher Relevanz ist auch, dass das Fahrzeug bis zum 01.01.2022 zugelassen sein muss. Nutzer haben außerdem die Möglichkeit, mehrere E-Fahrzeuge zu registrieren. Es ist nicht möglich, Photovoltaik-Anlagen, private Ladepunkte oder Wärmepumpen bei der THG-Quote anzurechnen.

Wie werden die Emissionen durch die THG-Quote reduziert?

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Die politischen Rahmenbedingungen geben vor, dass Produzenten und Verkäufer von Kraftstoffen jährlich ihre Emissionen um einen gewissen Prozentanteil reduzieren müssen. Diesen Prozentsatz bezeichnet man als die Treibhausgas-Minderungsquote. Elektroautos hingegen nutzen alternative Treibstoffe, wie zum Beispiel Strom, welcher weniger Emissionen verursacht. Folglich tragen Elektroautos dazu bei, die THG-Quote einzuhalten und Emissionen zu reduzieren. Durch die in diesem Zusammenhang bestehende Prämie werden immer mehr Leute dazu animiert, auf Elektroautos umzusteigen.

Was ist die Treibhausgas-Minderungsquote?

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Im deutschen Straßenverkehr sollen die Treibhausgase reduziert und eingespart werden. Auf Grund dessen ist die gesetzliche Grundlage entstanden, die Treibhausgas-Minderungsquote als politisches Instrument einzusetzen, um die Reduktion von Emissionen zu bewirken und im Zuge dessen auch erneuerbare, nachhaltige Energien zu fördern, welche zur Mobilität in Deutschland beitragen.

Entstehen mir durch den Verkauf Kosten?

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Nein. Die Fahrzeughalter haben keinen Nachteil, wenn sie den Service eines Anbieters nutzen, der ihren Anteil an der THG-Quote in ihrem Namen verkauft. Denn die eigenen eingesparten Emissionen an Unternehmen über Dritte zu verkaufen dient dazu, den Verbrauchern einen Anreiz zu bieten, um von dem Verbrenner auf das Elektrofahrzeug umzusteigen. Hätten die Verbraucher dadurch Mehrkosten, würde dieser Anreiz wegfallen.

Erhalte ich die Prämie jedes Jahr und wenn ja, für wie lange?

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Die Emissionen, die dein Elektroauto einspart, können durch das Umweltbundesamt zertifiziert und anschließend verkauft werden. Folglich erhältst du solange du Fahrzeughalter eines Elektroautos bist jährlich eine Zahlung. Allerdings ist es erforderlich, den Fahrzeugschein als Nachweis für den Besitz eines E-Autos jedes Jahr dem jeweiligen Anbieter zu Verfügung zu stellen. Voraussichtlich wird die Höhe der Prämie von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein, weil sich die politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern.

Gibt es den Verkauf nur in Deutschland?

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Ja, das ist in dieser Form nur für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge gültig. Die Treibhausgasminderungs-Quote ist ein nationales, politisches Instrument und somit ist der Service des Emissionshandels nur in Deutschland möglich.

Welche Gesetzesgrundlage steht hinter den Zertifikaten?

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Diejenigen, die in Deutschland Kraftstoff in den Verkehr bringen, unterliegen der Verpflichtung, ihre Emissionen um einen festgelegten Prozentsatz zu minimieren: das ist die THG-Quote. Darum kümmert sich das deutsche Bundesimmissionsgesetz und die 38. Bundesimmissionsschutzverordnung, welche besagt, dass das Umweltbundesamt die zuständige Behörde zur Prüfung der in den Verkehr gebrachten Emissionen ist. In diesem Zusammenhang bekommen Kraftstoffe, beispielsweise Diesel, einen bestimmten Emissionswert  zugeschrieben, welcher mit dem von alternativen Kraftstoffen gegengerechnet werden kann, um die THG-Quote einzuhalten.

Können elektrische Zweiräder ebenfalls teilnehmen?

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Derzeit sieht die Regierung keine Teilnahme von elektrischen Zweirädern an der THG-Quote vor. Es sind nur rein batteriebetriebene Autos zugelassen. Allerdings besteht natürlich die Möglichkeit, dass sich dies in Zukunft ändert.

Können auch geleaste Elektrofahrzeuge teilnehmen?

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Dies hängt davon ab, wer als Fahrzeughalter eingetragen ist. Im Normalfall ist das der Leasingnehmer, weshalb dieser die THG-Quote im Regelfall für sich selbst beanspruchen kann. Bei einigen Leasingverträgen ist allerdings auch der Leasingbetreiber als Halter eingetragen. Bitte schau nach, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 ("Fahrzeugschein") als Fahrzeughalter eingetragen ist.

Was passiert, wenn ich mein Elektroauto verkaufe?

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In diesem Fall musst du nur dein Fahrzeug aus deinem Profil bei deinem Anbieter entfernen, erhältst deine Prämie für das laufende Jahr allerdings noch anteilig.

Muss ich die Prämie versteuern?

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Für diese Fragestellung solltest du deinen Steuerberater heranziehen. Allerdings gibt es für „sonstige Einkünfte“, zu denen derartige Prämien im Regelfall zählen, einen Freibetrag von 256 Euro nach § 22 Nr. 3 EStG.

Über mich

Ich bin Erk Struwe. Zusammen mit Christian Brockmann vom YouTube-Kanal Strom-Garage betreibe ich den Service EV-Autocharge und beschäftige mich daher viel mit Elektromobilität und nachhaltiger Stromerzeugung.

EV-Autocharge ist ein kostenloser Web-Service, der es Besitzern von Photovoltaik-Anlagen ermöglicht, automatisch so viel wie möglich selbst erzeugten Sonnenstrom zum Laden ihrer Fahrzeuge zu verwenden. Schaut Euch dazu gerne auch die Videos auf dem EV-Autocharge-YouTube-Kanal an!

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